Angststörungen bei Kindern & Jugendlichen
Hilfe bei Angststörungen bei Kindern & Jugendlichen
Angst ist zunächst normal – sie schützt. Problematisch wird sie, wenn sie anfängt, das Leben eines Jugendlichen zu steuern. Wenn die Schule gemieden wird, Freundschaften einschlafen oder Panikattacken aus dem Nichts kommen, steckt dahinter selten Faulheit oder Trotz.
Bei Gesundheit Würmtal in Planegg helfen wir Jugendlichen, Angstmuster zu erkennen, zu verstehen – und Schritt für Schritt wieder mehr Handlungsspielraum zu gewinnen.
Wie zeigt sich Angststörungen bei Kindern & Jugendlichen?
Angst bei Jugendlichen sieht von außen oft anders aus als erwartet. Eltern erleben häufig Verweigerung, Reizbarkeit oder körperliche Beschwerden und wissen meistens nicht, dass dahinter Angst steckt.
Häufige Anzeichen:
Schulvermeidung oder häufige Krankmeldungen ohne klare körperliche Ursache
Körperliche Symptome: Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Herzrasen vor bestimmten Situationen
Sozialer Rückzug, Absagen von Verabredungen, Vermeidung von Gruppen
Starke Prüfungsangst, Blackouts, Versagensangst
Panikattacken – plötzlich, scheinbar ohne Auslöser
Ständiges Grübeln, Worst-Case-Denken, Schlafprobleme
Welche Arten von Angststörungen kommen bei Jugendlichen vor?
Soziale Angststörung
Die häufigste Form im Jugendalter. Betroffene fürchten Bewertung durch andere, zum Beispiel in der Schule, in Gruppen, beim Sprechen vor der Klasse. Viele ziehen sich zunehmend zurück und verpassen dadurch wichtige soziale Entwicklungsschritte.
Generalisierte Angststörung
Ständiges, diffuses Sorgen über alles: Schule, Gesundheit, Familie, Zukunft. Die Gedanken lassen sich kaum stoppen, selbst wenn objektiv kein Grund zur Sorge besteht. Erschöpfend und schwer zu greifen.
Panikstörung
Plötzliche intensive Angstepisoden mit körperlichen Symptomen: Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Taubheitsgefühle.
Oft folgt die Angst vor der nächsten Panikattacke, was Vermeidungsverhalten auslöst.
Schulangst & Schulvermeidung
Eine Mischform aus sozialer Angst, Leistungsdruck und manchmal auch Mobbing-Erfahrungen. Schulvermeidung eskaliert schnell und je länger sie andauert, desto schwerer der Wiedereinstieg.
Spezifische Phobien
Intensive Angst vor konkreten Auslösern: Spritzen, Erbrechen, Hunde, Gewitter.
Beeinträchtigt den Alltag wenn Vermeidung immer aufwendiger wird.
Warum Angst bei Jugendlichen oft spät erkannt wird
Jugendliche und Kinder sprechen selten offen über Angst.
Was Eltern sehen, ist das Verhalten: das Kind will nicht mehr in die Schule, zieht sich zurück, wird gereizt.
Die Angst dahinter bleibt unsichtbar.
Dazu kommt: Viele Jugendliche schämen sich. Angst gilt als Schwäche. Sie entwickeln Strategien, um Situationen zu umgehen.
Leider oftmals so geschickt, dass das Ausmaß der Einschränkung lange verborgen bleibt.
Je länger Angst unbehandelt bleibt, desto mehr passt sich das Leben daran an.
Der Aktionsradius wird kleiner. Genau deshalb lohnt es sich, früh hinzuschauen.
Was wir bei Angststörungen konkret tun
Unser Ansatz ist alltagsorientiert: kein reines Gesprächsformat, sondern konkrete Arbeit an dem,
was im Alltag des Jugendlichen nicht funktioniert.
Mit dem Kind/Jugendlichen:
Angstmuster erkennen: Was sind die Auslöser, was sind die Vermeidungsstrategien?
Körperwahrnehmung schulen: Wie fühlt sich Angst an und wie unterscheidet sie sich von echter Gefahr?
Schritt für Schritt Vermeidung abbauen. Im eigenen Tempo, ohne Überforderung
Konkrete Strategien für Schule, soziale Situationen und Alltag entwickeln
Mit den Eltern:
Verstehen, wie Angst funktioniert und was sie unbewusst verstärkt
Kommunikationsmuster, die helfen statt zu eskalieren
Abstimmung mit Schule und weiteren Fachstellen wenn nötig
Was wir leisten und was nicht
Wir sind keine psychotherapeutische Praxis.
Bei schweren Angststörungen oder akuten Krisen braucht es Psychotherapie. Das sagen wir klar und helfen beim Finden geeigneter Stellen.
Was wir leisten:
Einordnung: Wie stark ist die Angst, was beeinträchtigt sie konkret?
Orientierung: Welche nächsten Schritte sind sinnvoll?
Alltagsbegleitung: Strategien und Strukturen, die jetzt helfen – auch während der Wartezeit auf Therapieplatz
Ablauf bei Gesundheit Würmtal
Kurze Anfrage – per Formular, Telefon oder E-Mail
Erstgespräch mit Einordnung der Situation (Kind und/oder Eltern)
Klarer Plan: Was sind die nächsten Schritte, was braucht das Kind konkret?
Begleitung über mehrere Termine, wenn sinnvoll
FAQ
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Wir arbeiten mit Kindern und Jugendlichen ab ca. 10 Jahren bis 18 Jahre. In Einzelfällen auch jünger – sprechen Sie uns an.
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Nein. Wenn der Alltag durch Angst spürbar eingeschränkt ist, reicht das als Ausgangspunkt.
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Ab einem gewissen Alter ja. Das besprechen wir im Erstgespräch individuell.
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Das ist häufig. Oft hilft ein erstes Gespräch nur mit den Eltern, um gemeinsam einen niedrigschwelligen Einstieg zu finden.
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Das klären wir transparent im Erstkontakt.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Angst das Leben Ihres Kindes gerade mehr bestimmt als es sollte – melden Sie sich.
Das Erstgespräch ist unverbindlich.
📍 Gesundheit Würmtal, Rudolfstraße 112, 82152 Planegg