Hilfe bei Burnout & chronischer Erschöpfung

Ergotherapie
bei Burnout & chronischer Erschöpfung

Burnout kündigt sich selten dramatisch an. Es beginnt damit, dass Erholung nicht mehr wirkt. Das Wochenende reicht nicht, der Urlaub auch nicht. Die Arbeit geht weiter, aber die Energie die früher selbstverständlich da war, kommt nicht mehr zurück.

Bei Gesundheit Würmtal in Planegg begleiten wir Erwachsene in und nach einem Burnout dabei, die eigenen Grenzen neu einzuordnen, Alltagsstrukturen aufzubauen die tragen, und Schritt für Schritt wieder handlungsfähig zu werden.

Was Burnout wirklich ist und was nicht

Burnout ist kein offizieller psychiatrischer Diagnosebegriff im klassischen Sinne, aber das macht ihn nicht weniger real. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Burnout als berufsbedingtes Phänomen mit drei Kerndimensionen: emotionale Erschöpfung, zunehmende mentale Distanz zur Arbeit und reduzierte berufliche Leistungsfähigkeit.

Was Burnout nicht ist: ein Zeichen von Schwäche, mangelnder Belastbarkeit oder falscher Einstellung. Burnout entsteht durch ein dauerhaftes Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und verfügbaren Ressourcen, oft kombiniert mit fehlender Kontrolle über die eigene Arbeitssituation, mangelnder Anerkennung oder einem Wertkonflikt zwischen dem was man tut und dem was man für richtig hält.

Wichtig: Burnout und Depression überschneiden sich symptomatisch stark. Viele Menschen entwickeln im Verlauf eines Burnouts eine klinische Depression. Beides gleichzeitig ist häufiger als eines allein, und beides braucht Unterstützung.

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Frau mit verschmiertem Augen-Make-up hält ein Blatt Papier mit aufgemaltem lächelndem Mund vor ihr Gesicht.

Wie Burnout entsteht und warum es so lange unbemerkt bleibt

Burnout entwickelt sich in Phasen, die sich über Monate oder Jahre erstrecken können.
Das Tückische daran: Die frühen Phasen fühlen sich nach Engagement an, nicht nach Erschöpfung.

Betroffene arbeiten mehr, schlafen weniger, verzichten auf Hobbys und soziale Kontakte weil die Arbeit Vorrang hat.
Das Umfeld lobt den Einsatz. Der Betroffene selbst glaubt, dass es bald besser wird, wenn nur das aktuelle Projekt abgeschlossen ist, wenn nur der nächste Urlaub kommt, wenn nur die Situation sich etwas entspannt.

Die Situation entspannt sich nicht. Stattdessen greift der Körper auf immer tiefere Reserven zurück, bis auch die aufgebraucht sind.
Zu dem Zeitpunkt wenn Burnout offensichtlich wird, ist er meist schon lange da.

Typische Auslöser die den Prozess beschleunigen: fehlende Pausen, ständige Erreichbarkeit, unklare Verantwortlichkeiten, Konflikte am Arbeitsplatz, das Gefühl keine Kontrolle über die eigene Arbeit zu haben, und der Anspruch an sich selbst, immer zu funktionieren.

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Symptome von Burnout und chronischer Erschöpfung

Erschöpfung die sich nicht erholt
Das Leitsymptom. Schlaf hilft nicht mehr wirklich, Wochenenden reichen nicht, Urlaub bringt kurzfristige Erleichterung aber keine echte Erholung. Der Energietank füllt sich nicht mehr vollständig auf, egal was man tut.

Emotionale Abstumpfung
Dinge die früher wichtig waren, lösen keine Reaktion mehr aus. Kollegen, Kunden, Aufgaben die einmal Sinn ergeben haben: alles wird gleichgültig. Das ist kein Charakterwandel, sondern ein Schutzmechanismus des erschöpften Nervensystems.

Leistungsabfall trotz gleichen Aufwands
Aufgaben die früher in einer Stunde erledigt waren, dauern jetzt den halben Tag. Konzentration bricht schnell ein, Fehler häufen sich, Entscheidungen fallen schwer. Das verstärkt oft den Druck, noch mehr zu arbeiten um das auszugleichen, was die Erschöpfung weiter beschleunigt.

Körperliche Symptome
Häufige Infekte, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Herzrasen ohne kardiologischen Befund. Der Körper kommuniziert was der Kopf noch nicht wahrhaben will. Wer bei Burnout nur an die Psyche denkt, übersieht dass der Körper genauso betroffen ist.

Sozialer Rückzug
Freundschaften und Familie kosten Energie die nicht mehr vorhanden ist. Verabredungen werden abgesagt, Gespräche anstrengend, das Bedürfnis nach Alleinsein wächst. Das führt zu Isolation, die wiederum die Erschöpfung verstärkt.

Zynismus und innere Kündigung
Die Einstellung zur Arbeit verändert sich grundlegend. Was früher Sinn ergeben hat, wirkt sinnlos. Kollegen und Vorgesetzte werden als Problem wahrgenommen. Das ist kein schlechter Charakter, sondern das Endstadium emotionaler Erschöpfung.

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Was Ergotherapie bei Burnout konkret bringt

Ergotherapie bei Burnout ist kein Entspannungskurs und keine Gesprächstherapie. Der Fokus liegt auf dem Alltag: Was hat zur Erschöpfung geführt, was hält sie aufrecht, und was lässt sich konkret verändern?

Energiemanagement
Wir analysieren gemeinsam, wo Energie verbraucht wird und wo sie sich nicht regenerieren kann. Dann entwickeln wir konkrete Strategien: Welche Tätigkeiten kosten unverhältnismäßig viel, welche geben Energie zurück, wie lässt sich der Alltag so strukturieren dass Erholung wirklich möglich wird?

Alltagsstruktur neu aufbauen
Burnout zerstört Routinen. Mahlzeiten, Schlaf, Bewegung, soziale Kontakte: Wenn diese Grundpfeiler weggebrochen sind, erholt sich das Nervensystem nicht. Wir erarbeiten eine tragfähige Tagesstruktur, die Stabilität gibt ohne zu überfordern.

Grenzen setzen im Berufsalltag
Viele Betroffene wissen theoretisch, dass sie Grenzen setzen müssen, aber nicht wie das konkret aussehen soll. Wir arbeiten an ganz spezifischen Situationen: Wie reagiere ich wenn ein Kollege eine Aufgabe auf mich abwälzt? Wie kommuniziere ich Kapazitätsgrenzen gegenüber Vorgesetzten? Wie schalte ich nach Feierabend wirklich ab?

Wiedereinstieg nach Krankschreibung
Der Wiedereinstieg nach einem längeren Burnout-bedingten Ausfall ist für viele eine eigene Hürde. Wir begleiten den Prozess strukturiert: Was hat sich verändert, was muss sich verändern, wie gelingt ein Wiedereinstieg der nicht sofort in den nächsten Burnout führt?

Werte und Prioritäten
Burnout entsteht oft in einem Umfeld das nicht zu den eigenen Werten passt. Das lässt sich nicht immer sofort ändern, aber es lässt sich klarer benennen. Wer weiß was ihm wirklich wichtig ist, trifft andere Entscheidungen als wer das nicht weiß.

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Wann reicht Ergotherapie, wann braucht es mehr?

Bei leichtem bis mittelschwerem Burnout kann Ergotherapie allein bereits erheblich helfen. Bei schwerem Burnout mit depressiven Symptomen, Panikattacken oder dem Gefühl nicht mehr weitermachen zu können braucht es zusätzlich psychiatrische oder psychotherapeutische Unterstützung.

Das klären wir im Erstgespräch ehrlich. Wenn andere Fachstellen notwendig sind, sagen wir das und helfen dabei die richtigen zu finden.

Die Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz in München beträgt aktuell häufig sechs bis zwölf Monate. Ergotherapie kann diese Wartezeit sinnvoll überbrücken und parallel zu laufender Psychotherapie wertvolle Unterstützung leisten.

Ablauf bei Gesundheit Würmtal

  1. Kurze Anfrage per Formular, Telefon oder E-Mail

  2. Erstgespräch zur Einordnung: Was belastet konkret, wie lange schon, was hat sich bereits verändert?

  3. Klarer Plan mit nächsten Schritten

  4. Begleitung über mehrere Termine, wenn sinnvoll

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FAQ

Wenn Erholung seit einer Weile nicht mehr wirklich wirkt und Sie das Gefühl haben, auf Reserve zu laufen:
Melden Sie sich. Lieber einmal zu früh als zu spät.

📍 Gesundheit Würmtal, Rudolfstraße 112, 82152 Planegg

📞 +49 151 67987306

✉️ info@gesundheitwuermtal.de

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