ADHS bei Kindern & Jugendlichen

ADHS bei Kindern & Jugendlichen

ADHS bei Kindern und Jugendlichen zeigt sich selten so, wie es in Lehrbüchern beschrieben wird. Nicht jedes Kind zappelt. Viele sind still überfordert, vergessen ständig Dinge oder geraten immer wieder in Konflikte – ohne zu wissen warum.

Bei Gesundheit Würmtal in Planegg begleiten wir Kinder und Jugendliche mit ADHS-Merkmalen alltagsnah und helfen Eltern, die Situation besser zu verstehen und konkrete Strukturen aufzubauen.

Wie zeigt sich ADHS bei Kindern & Jugendlichen?

ADHS ist keine Frage des Willens oder der Erziehung. Es handelt sich um eine neurobiologische Besonderheit in der Reizverarbeitung und Selbststeuerung – die sich je nach Alter sehr unterschiedlich äußert.

Bei Kindern (6–12 Jahre):

  • Starke motorische Unruhe, kann kaum stillsitzen

  • Impulsives Verhalten, platzt mit Antworten heraus

  • Große Schwierigkeiten, Aufgaben zu Ende zu führen

  • Schnell frustriert, reagiert emotional übermäßig stark

  • Vergisst Hausaufgaben, Schulranzen, Abmachungen

Bei Jugendlichen (12–18 Jahre):

  • Innere Unruhe statt äußerem Zappeln

  • Chronisches Aufschieben, alles bleibt halbfertig

  • Schlechte Noten trotz erkennbarer Intelligenz

  • Konflikte mit Lehrern, Mitschülern oder Eltern

  • Gefühl: „Ich will ja, aber ich schaff es einfach nicht"

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ADHS oder „nur lebhaft"? Woran Eltern den Unterschied erkennen

Viele Kinder sind zeitweise unruhig oder unkonzentriert – das ist normal.
ADHS ist dann relevant, wenn die Symptome über mindestens sechs Monate in mehreren Lebensbereichen auftreten und
den Alltag spürbar belasten: Schule, Familie, Freundschaften.

Typische Warnsignale, die eine Abklärung sinnvoll machen:

  • Lehrer berichten regelmäßig von Auffälligkeiten

  • Hausaufgaben werden zum täglichen Familienkonflikt

  • Das Kind wirkt dauerhaft gestresst oder zieht sich zurück

  • Soziale Kontakte gelingen kaum, Freundschaften halten nicht

  • Bisherige Strategien (Belohnungssysteme, Strafen) helfen nicht

Eine Diagnose ist keine Voraussetzung für Unterstützung.
Wenn der Alltag belastet ist, ist das Grund genug.

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Was wir bei ADHS konkret tun

Ergotherapie bei ADHS ist kein Training zum Stillsitzen.
Wir arbeiten daran, was im echten Alltag des Kindes nicht funktioniert.

Mit dem Kind:

  • Selbstwahrnehmung stärken: Wann bin ich überfordert, wann bin ich fokussiert?

  • Alltagsstrategien entwickeln: Wie strukturiere ich Hausaufgaben, Morgen, Schultag?

  • Impulskontrolle trainieren in altersgerechten, praxisnahen Übungen

  • Selbstwert stabilisieren: Viele Kinder mit ADHS haben durch wiederholtes Scheitern ein negatives Selbstbild entwickelt

Mit den Eltern:

  • Verständnis für das ADHS-Gehirn aufbauen

  • Konkrete Alltagsstrukturen entwickeln, die für die ganze Familie funktionieren

  • Kommunikationsmuster besprechen, die Eskalationen reduzieren

  • Abstimmung mit Schule und weiteren Fachstellen, wenn nötig

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Diagnostik – was wir leisten und was nicht

Wir stellen keine medizinische ADHS-Diagnose.
Das ist Aufgabe von Kinderpsychologen, Kinderpsychiatern oder Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ).

Was wir leisten:

  • Einordnung der Situation: Was fällt auf, was belastet, wo liegt der Fokus?

  • Orientierung: Welche diagnostischen Schritte sind sinnvoll – und wo?

  • Begleitung: Während der Diagnostik-Phase und danach

Viele Familien kommen zu uns, weil die Wartezeit auf einen Diagnostiktermin Monate beträgt und der Alltag jetzt schon belastet ist. Wir können in dieser Zeit bereits praktisch helfen.

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Ablauf bei Gesundheit Würmtal

  1. Kurze Anfrage – per Formular, Telefon oder E-Mail

  2. Erstgespräch mit Einordnung der Situation (Kind und/oder Eltern)

  3. Klarer Plan: Was sind die nächsten Schritte, was braucht das Kind konkret?

  4. Begleitung über mehrere Termine, wenn sinnvoll

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FAQ

  • Wir arbeiten mit Kindern ab ca. 6 Jahren und Jugendlichen bis 18 Jahre.

  • Nein. Wir arbeiten auch mit Kindern, bei denen der Verdacht besteht oder die Diagnostik noch läuft.

  • Ja. Elterngespräche ohne das Kind sind häufig der sinnvollste Einstieg.

  • Das klären wir transparent im Erstkontakt – abhängig von Leistung und Kassensituation.

  • Das besprechen wir im Erstgespräch. Oft lässt sich ein Einstieg finden, der für das Kind nicht wie „Therapie" anfühlt.

Wenn Sie unsicher sind ob das hier das Richtige ist – melden Sie sich einfach.
Das Erstgespräch dient der Einordnung, nicht der Verpflichtung.

📍 Gesundheit Würmtal, Rudolfstraße 112, 82152 Planegg

📞 +49 151 67987306

✉️ info@gesundheitwuermtal.de

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